Studien - Onlinezeitungen

DiePresse.com ist benutzerfreundlichste Online-Zeitung

Wien (08.09.2006)

DiePresse.com ist die benutzerfreundlichste Online-Zeitung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wiener Usability Agentur Interface Consult. Ebenfalls mit einem "Sehr Gut" bewertet werden derStandard.at und die Oberösterreichischen Nachrichten.
DiePresse.com glänzt durch ein ansprechendes, modernes Design. Die Artikel werden übersichtlich aufbereitet, zahlreiche Zusatzfeatures, wie Kommentarmöglichkeiten oder Archiv führen zu hoher Benutzerzufriedenheit.

Schlusslichter bei den Tageszeitungen bilden die Neue Kärntner Tageszeitung und die Vorarlberger Nachrichten - beide werden als "mangelhaft" eingestuft. Design und Funktionalität dieser Sites entspricht eher dem Web von 1996 als heutigen Anforderungen.

Bestes Online-Magazin ist der Konsument - Bewertung "gut". Seriöse Aufmachung und kompakt aufbereitete Artikel geben hier den Ausschlag.

Bei den Magazinen schneidet der Falter mit Note "ausreichend" am schechtesten ab. Vom Design wirkt diese Seite veraltet, das Konzept führt zu Orientierungsproblemen.

1,5 Millionen ÖsterreicherInnen lesen regelmäßig Zeitungen und Magazine online. Fest steht, dass im Web langsamer und weniger gelesen wird, da das Lesen am Bildschirm die Augen mehr fordert. User lesen um 25 % langsamer als vom gedruckten Papier, und sie neigen dazu Texte weniger Satz für Satz zu lesen, als vielmehr zu „scannen”, also mit dem Auge zu überfliegen.

Die LeserInnen von Online-Medien legen Wert auf besondere Kriterien: Die Navigation sollte weitgehend den Rubriken einer Printzeitung entsprechen. Wichtig sind auch Features wie Kommentarfunktionen, Kinoprogramm oder Veranstaltungskalender. Die LeserInnen möchten auch stets wissen, wie aktuell ein Artikel ist. Die Online-Angebote werden zwar durch Werbung (mit)finanziert, dennoch erwarten die LeserInnen, dass Werbung dezent eingesetzt wird und nicht vom Lesen abhält.

Die Ergebnisse im Detail

Tageszeitungen

Mit der Note „sehr gut” wurden die Online-Versionen der Zeitungen „Presse”, „Standard” und „Oberösterreichischen Nachrichten” bewertet.
Diese Websites punkten mit kurzen, übersichtlichen Artikel, welche dem Leser die Informationsaufnahme erleichtern. Die Navigation der Seiten wird als verständlich und übersichtlich beurteilt.
Das obere Mittelfeld und mit Note „gut” bewertet, bilden Tiroler Tageszeitung, Kleine Zeitung, Salzburger Nachrichten, Wiener Zeitung und Kurier. Österreich, Wirtschaftsblatt, Heute und Kronenzeitung folgen im hinteren Mittelfeld - Note „ausreichend”. Der Newcomer „Österreich” bietet viele Features, die bei anderen Websites noch kein Thema sind, wie zum Beispiel stündliche Video-Nachrichten. Leider sieht man der Website an, dass hier noch einige Baustellen offen sind.

Mangelhaft sind die Webauftritte von Neues Volksblatt, „Neue Kärntner Tageszeitung” und „Vorarlberger Nachrichten”. Letztere Zeitung glänzt mit völlig veraltetem Design und schlecht formatierten Artikeln.


Wochenzeitungen und Magazine

Bei den Magazinen liegt der Webauftritt von „Konsument” an erster Stelle. Die Website wirkt anprechend und seriös. Kurze Artikel mit hoher Lesbarkeit hinterlassen einen positiven Eindruck. Leider sind viele Beiträge nur zahlenden Abonnenten zugänglich. Die Websites von „Konsument” und Gewinn erhalten die Beurteilung „gut”. Dahinter finden sich „Gewinn”, Tele, News Networld und Industriemagazin. Schlusslicht bildet der „Falter”. Dieser wirkt designmäßig veraltet, die Navigation ist verwirrend und die Texte sind zu lange und ohne Gliederung.

Für Rückfragen zur Studie steht Ihnen Interface Consult gerne zur Verfügung.

Pressebericht als PDF downloaden.


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